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UMFRID, Otto.

Europa den Europäern. Politische Ketzereien.

Eßlingen, Langguth 1913.

gr.-8°. 4 Bl., 208 S., OKart. mit farb., OUmschl., berieben, papierbedingt leicht gebräunt. Noch unaufgeschnitten

"BBKL 12,910ff. Erste Ausgabe. O. Umfrid wandte sich aus theologischen Erwägungen gegen Rüstung und Krieg; aus nationalistischen Gründen einen Krieg zu rechtfertigen, hielt er für Gotteslästerung. Er zielte dagegen auf einen europäischen Staatenbund, der den Frieden sichern sollte. Der Gedanke ging zurück auf den französischen Pazifisten Paul Henri Baron d?Estournelles de Constant, der befürchtete, dass Nordamerika und Asien Europa wirtschaftlich und politisch überflügelten. Weiter beeinflussten Umfrid die pazifistischen Ideen des schwäbischen Philosophen Karl Christian Planck, der bereits 1852 forderte, zur Absicherung des Weltfriedens eine Weltregierung in Verbindung mit einer internationalen Staatengemeinschaft zu schaffen. Umfrid griff diese Gedanken auf und entwickelte sie weiter. Sie sind der Kern seines pazifistischen Strebens geworden. Er kritisierte die Pflege nationalistischer Feindbilder. Allein ein europäischer Staatenbund könne den dauerhaften Frieden der alten Welt garantieren. In seiner 1913 erschienenen Schrift Europa den Europäern publizierte er seine Idee, legte aber Wert darauf, dass die Föderation der europäischen Staaten nur die Vorstufe einer ?Symbiose der Menschheit? sein könne. Sein großes Ziel war eine global-kooperative Staatenfamilie. Außerdem benannte Umfrid in Europa den Europäern elementare Menschenrechte und versuchte sie auf die bilaterale, zwischenstaatliche Beziehungen zu übertragen. Auch wandte er sich gegen diskriminierende Rassentheorien, in denen er einen ?krassen Rückfall in die Barbarei? sah. Nach dem Erscheinen des Werks ""Europa den Europäern"" 1913 schlug Berta von Suttner ihn für den Friedensnobelpreis vor. Sein Name befand sich auf einer vom Nobelpreiskomitee zusammengestellten ?Short List? mit insgesamt sechs Namen. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde das Verfahren zur Vergabe des Friedensnobelpreises 1914 aber abgebrochen. (Wikip.2019)"

Schlagwörter: Pazifismus, Friedensbewegung, Nobelpreis

Product No.: HIST1072


 


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