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Kleinschnitz, Franz.

Kriegs-Tagebuch aus dem Voelkerkrieg 1914 bis 1919 des Oberleutnants Franz Kleinschnitz im Dragonerregiment Graf Montecuccoli No. 8. Gr.-8°.

[Typoskript um 1919].

Gr.-8°. Titel, 1 Bl. (Abkürzungen), 388 einseit. beschr. Bll. (maschinengeschr.). Halblederhandeinband der Zeit auf 4 Zierbünden m. goldgepr. Rü.- u. Deckeltitel, Kopfgoldschnitt u. gemust. Vorsatzpapieren. Einbd. etw. abgerieben und fleckig, Schnitt stockfl., im Text z.Tl. abgegriffen. - Mehrere themenbezogene Zeitungsausschnitte in Beilage.

Tagebuchaufzeichnungen von Franz Kleinschnitz, einem aus Prag stammenden Offiziers aus dem Dragonerregiment No. 8. Es handelt sich um inoffizielle Aufzeichnungen des Kriegsgeschehens. Umfasst den Zeitraum vom 26. Juli 1914 bis 03. Mai 1919. Mit täglichen Aufzeichnungen über die Ereignisse. K. war zunächst an der Ostfront und dann in Italien stationiert. Militärgeschichtlich interessante Quelle. ? Das vorliegende Kriegstagebuch wurde nie publiziert. - "5. Sept.: 5h Regiment gestellt gegen Zamosce [] die ganze Kolonne von Infanterie und Maschinengewehren stark beschossen, biegt nach Süden in die Sümpfe aus; besetzt dann die Höhen bei Klepaczka und rückt um 5h Nm. nach Siedliska ein [] Meine - die 5te Esk. - wird kommandiert, den Hauptmann Hennick zum Oberkommando zu eskortieren. Wir sind kaum 2 Km nordwsetl von Rawa Ruska, als wir von rechts beschossen werden. H. Hennick verliert den Kopf und beginnt zu galoppieren. Die Esk. in Rottenkolonne zu 4 nach. Wir bekommen auch von links Schnellfeuer. Die Kugeln pfeifen nur so um den Kopf herum; kann mein Pferd, das mir etwas abfahrt, und fortwährend längst den Telegrafenstangen geht / es riecht wohl Blut / kaum noch halten [] Ich sehe den Wachtmeister Strouhal stürzen, über ihn der halbe Zug weg; ich komme knapp vorbei [] Endlich hört das Feuer in dem wir ca. 10 Minuten galoppiert sind, auf. In Rawa-Ruska haben wir uns erholt; Verluste 5 Mann und ca. 10 Pferde; Nachmittag kam die K. T. D. an, an die wir angeschlosen haben." / 21. Dez.: "Man bekommt nichts zu kaufen. In der Früh gibt es heisses Wasser und machen wir uns Tee und mit einer mitgeführten Milchkonserve Milchtee. Es ist ein stürmischer Tag und ich sehe sehnsüchtig auf das Meer, zu dem wir nicht gelassen werden, da wir wie Kettenhunde bewacht werden. Einen Wäschekaufversuch gebe ich vorläufig auf, da ein Hemd 21 L kostet und meine Finanzen nicht danach sind. Da mich aber meine Läuse fast wegtragen, versuche ich wieder einmal selbst zu waschen." - DIESES OBJEKT UNTERLIEGT DER DIFFERENZBESTEUERUNG

Schlagwörter: Erster Weltkrieg, k. k. Monarchie, österreichisch-ungarisches Heer, k.u.k. Dragoner, Kavallerie, Militär, Heer, Aufzeichnungen, Tagebuch, Geschichte, Ostfront

Artikelnummer: MILI2004


 


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